Die Lage in einem Satz
Mecklenburg-Vorpommern hat 2025 erneut zugelegt und liegt bei Gästen und Übernachtungen nur noch gut zwei Prozent unter dem Rekordjahr 2019. In den Monaten August, September und Dezember wurde das Rekordniveau bereits übertroffen.
Die Zahlen
Das Statistische Amt zählte für 2025 insgesamt 33,3 Millionen Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben des Landes, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Gäste stieg um 1,7 Prozent auf 8,2 Millionen. Zum Vergleich: 2019, dem bisher stärksten Jahr, waren es 34,1 Millionen Übernachtungen und 8,4 Millionen Gäste.
Interessanter als die Gesamtzahl ist die Verteilung auf die Unterkunftsarten. Nicht alle Betriebe profitieren gleich.
| Unterkunftsart | Übernachtungen 2025 | Veränderung zu 2024 |
|---|
| Ferienhäuser und Ferienwohnungen | 8,8 Mio. | + 4,8 % |
| Hotels | 10,2 Mio. | + 1,7 % |
| Hotels garnis | 1,7 Mio. | + 3,8 % |
| Campingplätze | 5,4 Mio. | − 2,6 % |
| Pensionen | 0,7 Mio. | − 6,7 % |
| Gasthöfe | 0,5 Mio. | − 6,1 % |
| Alle Betriebe | 33,3 Mio. | + 1,2 % |
Was die Verteilung zeigt
Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind mit plus 4,8 Prozent bei den Übernachtungen und plus 5,5 Prozent bei den Gästen die Unterkunftsart mit dem stärksten Zuwachs. Hotels legen ebenfalls zu. Pensionen, Gasthöfe und Campingplätze verlieren dagegen Gäste.
Die Nachfrage verschiebt sich also innerhalb eines wachsenden Marktes: hin zu Unterkünften mit eigener Küche, eigenem Bad, Platz für die Familie und professionellem Service, weg von einfachen Übernachtungsangeboten. Genau dieses Segment bedienen Ferienapartments in Anlagen mit Betreiber, wie sie an der Ostsee in den vergangenen Jahren entstanden sind.
Die Regionen
Die Reisegebiete entwickeln sich unterschiedlich. Vorpommern, zu dem die Insel Usedom und die Boddenlandschaft um Barth und Fuhlendorf gehören, ist mit 10,6 Millionen Übernachtungen das übernachtungsstärkste Gebiet des Landes. Rügen und Hiddensee kommen auf 6,7 Millionen Übernachtungen bei 1,4 Millionen Gästen, das ist die höchste Aufenthaltsdauer aller Reisegebiete: Wer nach Rügen fährt, bleibt im Schnitt knapp fünf Nächte. Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Mecklenburgische Ostseeküste mit plus 5,1 Prozent bei den Gästen.
| Reisegebiet | Übernachtungen 2025 | Veränderung zu 2024 |
|---|
| Vorpommern (u. a. Usedom, Barth, Fuhlendorf) | 10,6 Mio. | − 0,9 % |
| Mecklenburgische Ostseeküste | 9,9 Mio. | + 2,8 % |
| Rügen und Hiddensee | 6,7 Mio. | + 1,9 % |
| Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte | 4,5 Mio. | + 2,2 % |
| Westmecklenburg | 1,5 Mio. | ± 0,0 % |
Was das für Anleger heißt
Erstens: Die Nachfrage ist da, und sie ist nicht von einem einzelnen Trend abhängig. Die Ostsee ist seit Jahrzehnten eine der meistbesuchten Urlaubsregionen Deutschlands, und die Erholung nach den Jahren 2020 bis 2022 ist nahezu vollständig.
Zweitens: Die Nachfrage wandert zu genau dem Produkt, das als Kapitalanlage angeboten wird. Ein Ferienapartment mit Betreiber, Reinigung, Rezeption und Wellnessbereich spricht die Gäste an, die früher in Pension oder Gasthof übernachtet haben und heute mehr Komfort erwarten.
Drittens: Die Zahlen sind ein Argument für die Lage, kein Ersatz für die Prüfung des einzelnen Objekts. Entscheidend bleiben die konkrete Mietprognose des Betreibers, die Auslastung vergleichbarer Häuser am Ort, die Nebenkosten und die eigene Finanzierung. Zu jedem CH2-Projekt erhalten Sie diese Unterlagen auf Anfrage, mit einer als unverbindlich gekennzeichneten Prognose.
Die Zahlen im Alltag unserer Projekte
The Shoreline Sellin und The Baltic View liegen auf Rügen, der Insel mit der längsten Aufenthaltsdauer. Yachthafen Barth und das Apartmenthaus Kranichsruh in Fuhlendorf liegen in Vorpommern, dem übernachtungsstärksten Reisegebiet, The Breeze in Ahlbeck auf Usedom ebenso. Welche Auslastung die Betreiber vor Ort erreichen, zeigen wir Ihnen gern im persönlichen Gespräch.
Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Kurzbericht Tourismus 2025 vom 3. März 2026. Erfasst sind Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.