19. März 2024 · Ratgeber

Einrichtung und Ausstattung: Je besser die Ausstattung, desto besser die Auslastung

Internet und Smart-TV sind längst Standard, Sauna und Wellness machen den Unterschied. Sechs Tipps für die Einrichtung einer Ferienwohnung, der Trend Workation, und warum sich Spezialisierung auf Allergiker oder Hundebesitzer lohnen kann.

Kosten und Nutzen im Blick

Eine stimmige Einrichtung ist das A und O für erfolgreiche Vermietung und zufriedene Gäste. Die Ansprüche an eine Ferienimmobilie sind inzwischen hoch: Was vor einigen Jahren ein Extra war, gilt heute als selbstverständlich. Wer beim Komfort Abstriche macht, erzielt am Markt nicht die höchsten Mieten.

Gleichzeitig gilt: Viel Luxus bedeutet hohe Investitions- und Erhaltungskosten, die höhere Mietpreise erfordern, die sich am Markt auch durchsetzen lassen müssen. Eine Konkurrenzanalyse verhindert, dass Sie am Markt vorbei planen. Robuste, pflegeleichte Möbel sind in der Anschaffung teurer, halten aber dem häufigen Gästewechsel stand und sehen auch nach Jahren gut aus.

Neubauprojekte werden oft bezugsfertig mit kompletten Ausstattungspaketen übergeben, die auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Das spart Zeit für Auswahl, Komposition und Montage, und jedes Detail ist bereits bedacht. Bei Bestandsimmobilien steht dagegen meist zuerst eine Renovierung an.

Sechs Wohlfühl-Tipps für die Einrichtung

Eingangsbereich: die Visitenkarte der Wohnung. Offen und hell, mit Haken für Jacken, Ablage für Schlüssel und Platz für nasse Schuhe. Mehr braucht es nicht.

Wohnbereich: das Zentrum zum Wohlfühlen. Ausreichend bequeme Sitzplätze für alle Gäste, ein Fernseher mit HDMI- und USB-Anschluss, Brettspiele und Bücher für Regentage. Dekoration mit Maß, denn weniger ist mehr und lässt sich leichter sauber halten. Innenräume sollten rauchfrei sein.

Küche und Essbereich: Platz zum gemeinsamen Kochen, ausreichend Geschirr und Kochutensilien, eine zeitlose Linie, die sich nachkaufen lässt. Eine Grundausstattung mit Salz, Pfeffer, Öl und Kaffee empfinden Gäste als besondere Aufmerksamkeit.

Schlafzimmer: ein Raum für den Traum. Matratzen in einwandfreiem Zustand, frische Bettwäsche, Verdunkelung, zusätzliche Kissen und Decken, Nachttische mit Leselicht und vor allem genug Stauraum. Kaum etwas nervt im Urlaub mehr, als aus dem Koffer leben zu müssen.

Badezimmer: Wellnessoase im Kleinen. Flauschige Handtücher, gute Seifen, angenehmes Licht, Bademäntel und Pantoffeln, wenn eine Sauna im Haus ist.

Balkon, Terrasse oder Garten: gemütliche Gartenmöbel, wetterfeste Auflagen, Sonnenschutz und ein Grill verlängern das Wohnzimmer nach draußen.

Licht und Sauberkeit

Licht prägt, wie Gäste Räume wahrnehmen. Indirektes Licht einer Stehlampe schafft Gemütlichkeit im Wohnbereich, Spots an der Decke leuchten Arbeitsflächen in Küche und Eingangsbereich aus. Sauberkeit ist eine absolute Selbstverständlichkeit, von der Bettwäsche bis zu den Armaturen. Wer den Aufwand nicht selbst leisten kann, braucht eine verlässliche Reinigungskraft oder, in Anlagen mit Betreiber, den Reinigungsdienst des Hauses.

Wellness: eigene Anlage oder Kooperation

Sauna, Pool, Infrarotkabine oder Whirlpool sprechen Gäste an und ermöglichen höhere Preise. Für eine Sauna spricht vor allem die Verlängerung der Saison in die kalten Monate. Dagegen sprechen Einbau, Energieverbrauch und Reinigung. Eine praktische Alternative ist die Kooperation mit Anbietern in der Umgebung: Viele Ferienorte gewähren Kurkarteninhabern Nachlässe für Schwimmbad oder Saunalandschaft. In Apartmentanlagen mit Spa-Bereich ist diese Frage ohnehin gelöst.

Trend Workation: Urlaub und Arbeit verbinden

So viele Unternehmen wie nie bieten mobiles Arbeiten und hybride Modelle an. Wer diese Zielgruppe ansprechen will, braucht eine geschäftsfähige Internetverbindung und einen kleinen arbeitstauglichen Bereich mit Schreibtisch, Stuhl und Leselicht. Der Lohn sind Gäste, die drei, vier Wochen oder länger bleiben.

Spezialisierung auf Zielgruppen

Allergiker sind eine wachsende und sehr treue Zielgruppe, weil geeignete Unterkünfte schwer zu finden sind. Wichtig sind unbelastete Materialien, ein komplett rauch- und haustierfreies Objekt, allergikerfreundliche Bettwäsche, sorgfältig ausgewählte Reinigungsmittel, schadstofffreie Böden ohne Teppiche und gute Belüftung im Bad.

Urlaub mit Hund ist an der Ostsee stark nachgefragt. Ein Platz fürs Körbchen, Näpfe auf wasserfester Unterlage, eine große Decke, ein Staubsauger, Handtücher und ein Eimer für schmutzige Pfoten vor der Tür, dazu eine Übersicht mit Tierarzt, Leinenpflicht und Hundestränden: So zeigen Sie, dass auch der Vierbeiner willkommen ist.

Ein Beitrag der CH2 Contorhaus Hansestadt Hamburg AG. Stand: 19. März 2024.

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