Nutzungsarten Ihrer Ferienimmobilie

Vermietung und Eigennutzung

Ihr Ferienobjekt kann vermietet werden, selbst genutzt oder aber eine Variante aus beidem.
Je nachdem, wofür Sie sich entscheiden, variieren die einzelnen Nutzungsarten hinsichtlich steuerlicher sowie finanzieller Aspekte. Informieren Sie sich vorab, was für Ihren individuellen Fall und für Ihr Ferienobjekt die passende Strategie hinsichtlich der Nutzung ist. 

 

1. Nutzungsart:
Vermietung an Feriengäste

Hier lautet die Devise: Vermietung des eigenen Ferienhauses oder -wohnung an zahlende Gäste und das so oft, wie möglich. Eine Möglichkeit ist es, in eine Ferienimmobilie mit Betreiberkonzept zu investieren; auch in diesem Fall fallen Vermietung und Vermarktung dann nicht in Ihren Aufgabenbereich und Sie können entspannt von den Mieteinnahmen profitieren. 

2. Nutzungsart:
Eigennutzung des Ferienobjektes

Entscheiden Sie sich dafür, Ihr Ferienhaus oder Ihre Ferienwohnung ausschließlich selbst zu nutzen oder – kostenfrei – an Familie und Freunde zu vermieten, können Sie keine Kosten steuermindernd absetzen. Höchstwahrscheinlich müssen Sie sogar eine Zweitwohnungssteuer zahlen. Ihre Höhe und ab wann sie fällig wird, ist von Kommune zu Kommune verschieden. Bedenken Sie: Laufende Ausgaben plus anfallende Steuern können die Kosten Ihrer komplett selbstgenutzten Ferienimmobilie in die Höhe treiben. Ihr Ferienobjekt ist dann schnell ein teurer Luxus, den Sie sich auch leisten können müssen. Gleichwohl hat eine eigene Ferienimmobilie auch Vorteile: Sie können jederzeit dort hinreisen, müssen nicht viel einpacken, denn alles ist bereits vor Ort und Sie fühlen sich im besten Fall wie zu Hause. Außerdem sind Sie im Besitz einer wertbeständigen Kapitalanlage, die perspektivisch im Wert steigen wird. Tipp: Eine Ferienimmobilie, die Sie ausschließlich selbst nutzen wollen, sollten Sie mit Eigenkapital kaufen und nicht über einen Kredit finanzieren. Sonst besteht die Gefahr, dass die monatlichen Belastungen für Sie zu hoch werden. 

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3. Nutzungsart:
Eigennutzung plus Vermietung der Ferienimmobilie

Vermietung und Vermarktung Ihrer Ferienimmobilie: das Betreiberkonzept

Was verbirgt sich hinter dem Betreiberkonzept?

Beim Kauf eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung mit einem Betreiberkonzept entscheiden Sie sich für ein Objekt, das ein Anbieter betreut und vermietet. Meist sind diese Ferienobjekte eingebettet in ganze Ferienanlagen wie beispielsweise Chalet-Dörfer oder Ressorts. Bei diesen Anbietern handelt es sich häufig um Firmen aus dem Tourismusbereich, um Investoren oder auch um Immobilienverwaltungen. Der Trend geht zu hotelähnlichen Angeboten, bei denen die Feriengäste einerseits die Freiheit und Unabhängigkeit einer Ferienwohnung nutzen und andererseits in den Genuss des Hotel-Services kommen können – von Wellnessangeboten über Restaurants bis hin zur Kinderbetreuung. 

Vorteile des Betreiberkonzepts für Sie

  • Sie haben keine Arbeit mit Vermarktung und Vermietung

  • hohe Auslastung Ihres Objekts

  • gute Rendite

  • Mögliche Steuer- und Finanzierungsvorteile

  • Eigennutzung häufig möglich

  • Anlagen sind oft verbunden mit besonderen Freizeitangeboten wie Spaßbädern

Das Betreiberkonzept ist für Sie geeignet, wenn ...

  • Sie eine bequeme Art der Investition in eine Ferienimmobilie wünschen

  • Sie keine Arbeit mit Ihrer Immobilie haben möchten

  • Sie Ihr Ferienobjekt nur selten selbst nutzen wollen

  • Sie Ihr Ferienhaus in erster Linie aus Renditegründen kaufen

Ferienimmobilien und Nutzungseinschränkungen

Hinsichtlich der Nutzung Ihrer Ferienimmobilie sollten Sie sich unbedingt mit dem Thema Nutzungseinschränkungen vertraut machen. Nicht in jedem Wohngebiet ist eine Vermietung von Ferienimmobilien uneingeschränkt erlaubt – und das kann zu Streitigkeiten und Ärger führen. Lassen Sie sich im Streitfall oder bei konkreten juristischen Fragen unbedingt von einem Anwalt

beraten!

Nutzungsbeschränkungen – einfach erklärt

Jedes Baugebiet unterliegt bestimmten Baunutzungsverordnungen seiner Gemeinde. Nutzungsbeschränkung bedeutet – wie es der Name schon sagt – dass Sie eine Immobilie nicht nach Gutdünken nutzen dürfen, sondern sich an die dort geltenden Regeln halten müssen. In Gewerbegebieten gelten beispielsweise häufig weniger strenge Lärmschutzbestimmungen als in reinen Wohngebieten. In Wochenendhausgebieten wiederum ist es nicht erlaubt, dauerhaft zu leben. Es wäre zum Beispiel verboten, in einem Gartenhaus seinen Erstwohnsitz anzumelden. Tipp: Klären Sie auf jeden Fall im Vorfeld ab, ob Sie Ihr Objekt in einem reinen Wohngebiet auch an Gäste vermieten dürfen und machen Sie sich über die dort geltenden Beschränkungen schlau, bevor Sie Ihre Ferienimmobilie erwerben.

 
 
 
 

Eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus zu vermarkten, zu betreiben und zu vermieten kostet Zeit und Mühe. Wenn Sie dies nicht selbst in die Hand nehmen möchten, ist ein Ferienobjekt mit Betreiberkonzept eine gute Alternative, um sicher eine gute Rendite zu erzielen.