Kapitalanlage

Ihr Ferienobjekt als Geldanlage und Renditechance

Ferienimmobilien als Kapitalanlage boomen: Egal, ob Sie sich für einen Zweitwohnsitz am Lieblingsurlaubsort entscheiden oder ob Sie einen besonders lukrativen Standort für möglichst hohe Mieteinnahmen wählen – als Vermögensanlage oder Teil der eigenen Altersvorsorge sind Ferienobjekte immer beliebter. Gleichwohl gibt es einiges zu bedenken, bevor Sie sich für eine Immobilie entscheiden, die in den Ferien genutzt wird.

Das Vermietungspotential

Wie hoch ist das Vermietungspotenzial?

Ferienobjekt als Kapitalanlage: Eigennutzung oder Vermietung?

Des Weiteren sollten Sie sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, welche Nutzungsart Sie sich für Ihre Ferienimmobilie vorstellen. Möchten Sie sie hauptsächlich selbst und im Alter als Ruhesitz nutzen oder soll sie an Feriengäste vermietet werden, um Rendite für den Vermögensaufbau zu erwirtschaften sowie den aufgenommenen Kredit zu tilgen? Zusätzlich profitieren Sie bei Vermietung von zahlreichen Steuervorteilen. Insbesondere die Hauptsaison sollte für zahlende Gäste reserviert sein, um dadurch so hohe Mieteinnahmen wie möglich zu generieren.

Kaufkriterium Kaufpreis

Die Finanzen sollten natürlich bedacht werden, wenn Sie eine Ferienimmobilie erwerben möchten. Stellen Sie sich dabei die Fragen, ob Sie Ihr Objekt durch die geplanten Mieteinnahmen finanzieren können, wie hoch der Wiederverkaufswert wäre, wieviel Nebenkosten Sie zahlen müssten und welche Finanzierung sich für Sie rechnet. Auch mit den Steuervorteilen sollten Sie sich im Vorfeld auseinandersetzen; fragen Sie dazu im Zweifel einen Experten. 

Kosten Ihrer Ferienimmobilie – das fällt an

​​Natürlich ist nicht nur der Kaufpreis entscheidend, auch darüber hinaus fallen Kosten für Ihre Ferienimmobilie an. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihr Objekt ausschließlich selbst nutzen oder vermieten. Zweitwohnsitzsteuer, Versicherungen für Gebäude und Hausrat, aber auch gegen Elementarschäden oder eine Betriebshaftpflicht, Verwalterprovision, Instandhaltungskosten und Nebenkosten sind Posten, die Sie beim Erwerb berücksichtigen müssen. Tipp: Denken Sie an Ihre Einkommenssteuer! Ihre Mieteinnahmen müssen Sie versteuern, vor allem dann, wenn Sie Kosten wie Renovierungen von der Steuer absetzen möchten. 

Nebenkosten Ihrer Ferienimmobilie richtig berechnen

Da die Verbrauchskosten beim Mietpreis für Ferienimmobilien bereits enthalten sind, sollten Sie unbedingt darauf achten, diese korrekt zu berechnen. Sonst zahlen Sie am Jahresende drauf. Bedenken Sie: Der sorglose Verbrauch von Wasser, Strom, Heizung und WLAN gehört für viele Feriengäste dazu und ist für die Meisten eine Selbstverständlichkeit. Neben der Umsatzsteuer sind alle pauschalen Nebenkosten bereits im Endmietpreis enthalten. Dies sind Wasser, Heizung, Strom, Gas, Waschmaschine, Nutzung von Pool, Sauna, Garage, Kamin, Grill, WLAN, Babybett und Kinderhochstuhl sowie Endreinigung. Tipp: Wenn Ihr Objekt einen eigenen Zähler hat, ist es ebenso zulässig, nach Verbrauch, zum Beispiel bei den Heizkosten, abzurechnen. Daneben gibt es auch Betriebskosten, die separat abgerechnet werden. Dazu zählen Dinge, die die Gäste separat dazubuchen können wie ein Wäscheservice, Brötchenlieferungen, Zwischenreinigung und Kosten, die anfallen, aber nicht Teil der Miete sind, wie die Kurtaxe. 

 
 
 
 

Ihre Ferienimmobilie richtig versichern

Versicherungen gibt es viele, doch welche sind essentiell für Ihre Ferienimmobilie? Sturm, Einbruch, Feuer, Wasser oder Schadenersatzforderungen von Mietern – all das sind Fälle, in denen Sie dankbar sind, wenn diese abgesichert sind. Gerade dann, wenn Sie Ihr Ferienobjekt an Urlauberinnen und Urlauber vermieten möchten, sollten Sie einen optimalen Versicherungsschutz haben. 

1. Gebäudeversicherung für Ferienimmobilien

Schutz bei Schäden durch Feuer, Sturm, Leitungswasser, Hagelschlag: Die Gebäudeversicherung ist in Deutschland eine Pflicht. Das gilt auch für Ferienobjekte. 

2. Hausratversicherung

Sie ist für Sie als Vermieterin oder Vermieter einer Ferienimmobilie das Must-have! Denn gerade die Einrichtung wird von den Gästen stark beansprucht und durch viele unterschiedliche Menschen einem starken Verschleiß ausgesetzt. 

3. Elementarschadenversicherung

Schäden durch Naturgewalten wie Lawinen, Schnee, Starkregen federn Sie mit dieser Versicherung ab, die besonders dann relevant ist, wenn Ihr Ferienhaus aufgrund seiner Lage den Naturgewalten verstärkt ausgesetzt ist. 

4. Haftpflichtversicherung

Eine Betriebshaftpflicht greift dann, wenn Ihren Mieterinnen oder Mietern etwas vor Ort passieren sollte, sie zum Beispiel in der Dusche ausrutschen oder die Treppe hinunterstürzen. Auch diese Versicherung ist ein absolutes Muss, denn Sie als Vermieterin oder Vermieter haften bei möglichen Sach- und Vermögensschäden, die in Ihrer Ferienimmobilie passieren. 

5. Rechtsschutzversicherung für Vermieter

Sie kann sinnvoll sein, da es auch ohne Ihr Zutun sein kann, dass Sie in einen Rechtsstreit verwickelt werden, sobald Ihre Gäste Schadenersatzansprüche geltend machen. Anwalts- und Prozesskosten können schnell in die Höhe gehen.

Tipps zu Versicherungen Ihrer Ferienimmobilie:

Versicherungsbeiträge Ihrer vermieteten Ferienimmobilie können Sie als betriebsbedingte Ausgaben von der Steuer absetzen. Zudem erhalten Sie in vielen Fällen Ermäßigungen, wenn Sie mehrere Versicherungen bei nur einem Versicherer abschließen.