Finanzen

Das ist für Ihre Ferienimmobilie wichtig

Meerblick, Wellenrauschen, Panoramaaussicht: Die meisten Menschen denken beim Thema Ferienimmobilie wohl eher an die schönen Seiten des Lebens. Gleichwohl sollten Sie sich vor dem Erwerb eines eigenen Ferienobjekts ausgiebig mit der Finanzierung sowie dem Unterhalt auseinandersetzen – damit aus Ihrem potenziellen Urlaubstraum kein wirtschaftlicher Alptraum wird. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten. Ziehen Sie im Zweifel jedoch immer auch einen Profi für Ihre individuelle Situation zu Rate. 

 

Diese Kosten eines Ferienobjekts sollten Sie berücksichtigen

Das Investment in eine Ferienimmobilie ist nicht zu unterschätzen: Bedenken Sie bei den Kosten, die im Fall eines Erwerbs auf Sie zukommen, dass Sie nicht nur einen eventuellen monatlichen Kredit tilgen müssen. Es fallen zusätzlich dazu auch Nebenkosten, Versicherungen sowie eine Zweitwohnsitzsteuer an. In manchen Regionen bedarf es eines zusätzlichen Versicherungsschutzes Ihres Ferienhauses oder Ihrer Ferienwohnung – bei zum Beispiel der Gefahr von Starkregen, Lawinen oder anderen Naturgewalten. 

Finanzierung Ihrer Ferienwohnung

Die meisten Menschen nutzen für den Kauf einer Ferienimmobilie eine Finanzierung. Sie sollte sehr gut durchgeplant und professionell auf Ihre individuelle Lebenssituation zugeschnitten sein. Achten Sie darauf, dass Sie die monatliche Tilgung sowie die Fixkosten am besten vollständig über Ihre Vermietung erwirtschaften. Übrigens: Bei der Finanzierung eines Ferienobjekts erwarten Banken häufig mehr Eigenkapital als beim normalen Immobilienkauf. 50 Prozent des Kaufpreises sind bei vielen Banken Voraussetzung für die Finanzierung. Auch ein höheres Jahreseinkommen wird häufig vorausgesetzt. Was den Kaufpreis und die Bausubstanz angeht: Ziehen Sie bei Bedenken einen Gutachter zu Rate, der Ihnen im Vorfeld böse Überraschungen erspart. Ein weiteres Thema, damit aus Ihrem Ferienobjekt eine gute Kapitalanlage wird, sind Steuern. Wenn Sie sich damit selbst nicht auskennen, fragen Sie lieber einen Profi, der Sie dazu ausführlich berät. 

  • Wie hoch ist Ihr Eigenkapital?

  • Möchten Sie Ihr Ferienobjekt vermieten oder selbst nutzen?

  • Wollen Sie ein Ferienhaus für sich alleine oder lieber einen Mieteigentumsanteil?

  • In welcher Urlaubsregion möchten Sie ein Feriendomizil kaufen?

  • Soll die Ferienwohnung ein zweites finanzielles Standbein sein oder Teil Ihrer Altersvorsorge?

Checkliste Finanzierungsgespräch

 
 

Ihre Ferienimmobilie – eine gute Kapitalanlage

1. Die Erreichbarkeit

Für viele Gäste ist es wichtig, dass sie die Unterkunft schnell und problemlos erreichen. Achten Sie daher beim Kauf darauf, wie gut Haus oder Wohnung angebunden sind. 

2. Die Ausstattung

Ob Kamin, Pool oder Garten - spezielle Highlights werten Ihre Ferienimmobilie natürlich auf und bringen Ihnen schlussendlich auch mehr Mieteinnahmen.

3. Die Vermietbarkeit

Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Shops sind natürlich Touristinnen- und Touristenmagneten und zumindest einiges davon sollte in unmittelbarer Umgebung Ihrer Ferienimmobilie zu finden sein, damit diese für Gäste attraktiv ist. 

Steuern und Ertrag auf Ihr Ferienobjekt

Ferienimmobilien bieten attraktive Steuervorteile. Bei Vermietung haben Sie als Eigentümerin oder Eigentümer die Möglichkeit, die Betriebskosten steuerlich abzusetzen, das Gleiche gilt für Investitionen in Ihr Ferienhaus. Liegen die Investitionen in den ersten drei Jahren höher als die Mieteinnahmen, können Sie mit den Verlusten Ihre Steuerschuld drücken. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Objekt nicht zu lange mehr kostet als es erwirtschaftet, denn dann kann das Finanzamt skeptisch werden. Auch die sogenannte Liebhaberei sollten Sie bedenken: Falls nämlich zu den geringen Mieteinnahmen noch hinzukommt, dass Sie Ihre Ferienimmobilie selbst nutzen, könnte das Finanzamt Ihnen die Steuervorteile aberkennen oder sogar eine Nachzahlung fordern. Für das Amt sieht es in diesem Fall nicht so aus, als würden sie mit Ihrem Ferienobjekt tatsächlich Geld verdienen wollen. Diese Einkunftserzielungsabsicht ist ein beliebter Streitpunkt zwischen Ferienobjektbesitzern und dem Finanzamt. Hingegen spricht nichts dagegen, dass Ihre Ferienwohnung zwischendurch leer steht. Das Finanzamt interessiert nur, dass Sie Ihr Urlaubsdomizil ohne Einschränkungen und über einen längeren Zeitraum im Jahr zur Vermietung an Gäste bereitstellen. 

Exkurs Zweitwohnsitzsteuer: Das sollten Sie wissen

Bei der Zweiwohnsitzsteuer handelt es sich um eine Kommunalsteuer, welche von der Gemeinde erhoben wird, in der sich Ihre Ferienimmobilie befindet. Wenn Sie Ihr Objekt ausschließlich fremdvermieten und niemals selbst nutzen, fällt diese Steuer nicht an. Die Zweitwohnsitzsteuer wird nicht nur auf Häuser und Wohnungen, sondern auch auf Wohnmobile, Camper mit Dauerstellplatz oder Wohnwagen fällig. Auch wenn Ihr Hauptwohnsitz in derselben Gemeinde liegt wie Ihr Ferienhaus, wird eine Zweitwohnsitzsteuer fällig. Ihre Höhe richtet sich nach der ortsüblichen Miete und danach, wieviel Zeit im Jahr Sie das Objekt selbst nutzen. 

Verkauf Ihrer Ferienimmobilie

Auch ein Ferienobjekt ist nicht unbedingt ein Erwerb auf Lebenszeit. Falls Sie Ihr Objekt weniger als zehn Jahren besitzen, kann jedoch beim Verkauf eine Spekulationssteuer fällig werden. Das Gleiche gilt für Einkommenssteuer und Maklerkosten, die ggf. von Ihnen übernommen werden müssen. Was potenzielle Käufer angeht, so haben Sie verschiedene Möglichkeiten, diese zu finden. Am einfachsten für Sie ist der Gang zum ansässigen Makler. Viele Makler in beliebten Ferienregionen haben bereits eine Datenbank mit potenziellen Kaufinteressenten. Eine andere Möglichkeit ist es, direkt Ihre eigenen Stammgäste anzusprechen, ob sie an einem Kauf interessiert wären. Auch Vermietungsagenturen wissen häufig, welche Feriengäste schon länger auf der Suche nach einem Ferienobjekt in Ihrer Region sind. Es gibt auch Immobilienverwalter, die selbst an einem Kauf interessiert sind, um sie danach weiterzuvermieten.